Umzugs-Checkliste

Umzugsgut ist teuer, Zoll ist streng, und die Hälfte davon willst du gar nicht mitnehmen.

Diese Liste ist zum Ausdrucken gedacht. Sie beginnt mit der Frage, die alles andere billiger macht.

Erst aussortieren, dann Angebote holen

Ein Umzugsangebot wird nach Volumen gerechnet. Wer zuerst aussortiert und dann anfragt, bekommt ein anderes Angebot als umgekehrt.

Geh Raum für Raum durch und sortiere in vier Stapel: mitnehmen, verkaufen, verschenken, entsorgen. Alles, was du im letzten Jahr nicht in der Hand hattest, gehört selten in den ersten Stapel.

Zoll: Übersiedlungsgut ist eine eigene Kategorie

Die meisten Länder lassen Hausrat, den du schon eine Weile besitzt, abgabenfrei einreisen, wenn du selbst umziehst. Daran hängen Bedingungen: eine Mindestbesitzdauer, eine Frist nach deinem Zuzug und häufig die Auflage, die Sachen eine Zeit lang nicht zu verkaufen.

Dafür brauchst du eine saubere Inventarliste, oft mit geschätzten Werten. Sie ist gleichzeitig deine Versicherungsgrundlage, also mach sie ordentlich und fotografiere die wertvollen Stücke.

Die Kiste für die ersten Tage

Pack eine Kiste, die mit dir reist oder als Erstes ankommt: Bettzeug, Handtücher, Werkzeug, Kaffee, Kabel, Medikamente, ein Satz Geschirr. Zwischen Ankunft und Container liegen oft mehrere Wochen, und in dieser Zeit entscheidet diese Kiste über die Stimmung.

Zum Abhaken

  • Entschieden, was mitkommt, was verkauft und was eingelagert wird
  • Drei Angebote von Umzugsfirmen mit Auslandserfahrung eingeholt
  • Versandart gewählt: Container per Schiff, Beiladung oder Luftfracht
  • Transportversicherung abgeschlossen, Deckungssumme geprüft
  • Vollständige Inventarliste erstellt, für Zoll und Versicherung
  • Zollregeln des Ziellandes für Übersiedlungsgut geprüft
  • Fristen für Zollfreiheit notiert, meist an Besitzdauer gebunden
  • Verbotene und beschränkte Güter geprüft, etwa Lebensmittel und Alkohol
  • Elektrogeräte auf Spannung und Steckertyp geprüft
  • Möbelmaße mit der neuen Wohnung abgeglichen
  • Wertsachen, Dokumente und Medikamente ins Handgepäck sortiert
  • Kiste für die ersten Tage gepackt und deutlich beschriftet
  • Wohnungsübergabe terminiert, Übergabeprotokoll vorbereitet
  • Zählerstände abgelesen und fotografiert
  • Kaution und Nebenkostenabrechnung geklärt, Kontoverbindung hinterlegt
  • Zwischenlagerung geklärt, falls Container und Einzug nicht zusammenpassen

Ehrlich gesagt

Rechne einmal ehrlich: Ein Container kostet je nach Ziel einen vierstelligen bis fünfstelligen Betrag, und ein großer Teil dessen, was darin steht, ist gebrauchtes Mobiliar. Vieles davon neu zu kaufen, ist günstiger als es um die halbe Welt zu fahren. Mitnehmen lohnt sich bei Dingen mit Wert oder Bedeutung: Werkzeug, Instrumente, Bücher, Erinnerungsstücke. Bei Sofa und Schrank selten. Und der Container braucht Wochen, plane, wie du in dieser Zeit lebst.

Nächster Schritt

Schritt 10: Wohnung, Umzug und Zoll

Kündigen oder vermieten, Umzugsgut, Zoll, Haustiere.