Dokumenten-Checkliste

Besorg die Papiere, solange du noch hier bist. Aus dem Ausland dauert jedes einzelne dreimal so lange.

Diese Liste ist zum Ausdrucken gedacht. Hak ab, was du hast, und arbeite den Rest ab, solange du noch hier bist.

Die Liste ist länger, als du denkst

Fast alle Dokumente bekommst du in Deutschland an einem Vormittag. Aus dem Ausland brauchst du dafür eine Vollmacht, eine beglaubigte Kopie und mehrere Wochen Postweg.

Deshalb gilt für diesen Schritt eine einfache Regel: lieber ein Dokument zu viel als eines zu wenig. Eine zusätzliche internationale Geburtsurkunde kostet wenige Euro und spart im Zweifel Monate.

Zwei Kopien, zwei Orte

Scanne alles, bevor es in den Umzugskarton geht. Leg die Dateien an zwei getrennte Orte, zum Beispiel verschlüsselt in eine Cloud und auf einen Datenträger, den du bei dir trägst.

Die Originale reisen im Container, die Scans reisen mit dir. Wer schon einmal auf einen verspäteten Container gewartet hat, während eine Behörde eine Frist setzt, macht diesen Fehler nur einmal.

Zum Abhaken

  • Reisepässe aller Mitreisenden geprüft, mindestens sechs Monate Restgültigkeit
  • Personalausweise geprüft, sie bleiben auch nach der Abmeldung gültig
  • Geburtsurkunden besorgt, möglichst als internationale Ausfertigung
  • Heiratsurkunde oder Scheidungsurteil besorgt, falls zutreffend
  • Sorgerechtsnachweis oder Zustimmung des anderen Elternteils, falls nötig
  • Polizeiliches Führungszeugnis beantragt, Belegart je nach Zielland
  • Zeugnisse, Diplome und Arbeitsnachweise gesammelt
  • Geklärt, welche Dokumente eine Apostille brauchen
  • Reihenfolge beachtet: erst apostillieren, dann übersetzen lassen
  • Beglaubigte Übersetzungen bei vereidigten Übersetzern beauftragt
  • Impfpass, Befunde und Medikamentenliste kopiert
  • Führerschein geprüft, internationalen Führerschein besorgt falls nötig
  • Rentenverlauf und Versicherungsverläufe angefordert
  • Vollmacht für eine Vertrauensperson in Deutschland erstellt
  • Alles gescannt und an zwei getrennten Orten gesichert

Ehrlich gesagt

Apostille und beglaubigte Übersetzung klingen nach Formalität und sind der häufigste Grund, warum ein Antrag im Zielland liegen bleibt. Die Reihenfolge ist dabei der Punkt, an dem die meisten zweimal zahlen: Wer zuerst übersetzen lässt und danach apostilliert, hat eine Apostille ohne Übersetzung und fängt von vorn an.

Nächster Schritt

Schritt 9: Papierkram

Was Apostille und Legalisation genau sind.